Ausschnitt des Panoramas vom Kellerturm auf den Odenwald, das Rhein-Main-Gebiet und den Taunus sowie auf den Vorspessart (Foto: Hubert Richter)

Die Türme des Spessartbundes

Kellerturm

Nachdem die Nationalsozialisten ab 1933 Vereine auflösten, die nicht gleichgeschaltet waren, und deren Vermögen beschlagnahmten, errichtete der Spessartbund mit dem für Jugendherbergen gesammelten Geld kurzfristig auf der Geishöhe bei Wintersbach sowie auf dem Stengerts bei Schweinheim je einen Aussichtsturm. Der Keller-Turm erhielt seinen Namen 1937 in Erinnerung an den 1932 verstorbenen Hauptvorsitzenden Ludwig Keller.

Dr.-Hönlein-Turm


War es beim Kellerturm noch möglich, die Namensgebung zu beeinflussen und einen verdienten Spessartbund-Vorsitzenden zu ehren, so richtete man sich bei dem Turm auf dem Stengerts nach den Zeichen der Zeit: Er erhielt zunächst den Namen „Hindenburgturm“. Das Bauwerk ging als Geschenk an die Gemeinde Schweinheim und mit deren Eingemeindung 1939 an die Stadt Aschaffenburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Aussichtspunkt in „Dr.-Hönlein-Turm“ umbenannt.

Ludwigsturm


Der Hahnenkamm bei Alzenau ist mit einer Höhe von 437 Metern der höchste Punkt des kristallinen Vorspessarts. Hier wurde der Ludwigsturm am 9. September 1880 vom Freigerichter Bund, einer der Gründungsvereine des Spessartbundes, eingeweiht.
Den Namen gaben ihm die Erbauer in Erinnerung an König Ludwig I., der den Hahnenkamm im August 1840 anlässlich seines Namens- und Geburtstages besucht hatte.

Prinz-Ludwig-Turm


Die Hochspessartfreunde 1897 Frankfurt am Main projektierten um die Jahrhundertwende den „Prinz-Ludwig-Turm“, dessen Bau vor dem 1. Weltkrieg geplant und danach fortgeführt wurde. Das Fundament war schon errichtet, als schließlich die Inflation von 1923 dem Vorhaben ein Ende setzte. Vier Jahre später stifteten die Hochspessartfreunde dem Spessartbund das Ehrenmal am Pollasch.